Wettbewerbsverstoß


Werbung durch Influencer

In Zeiten, in denen durch Fernseh- oder Printwerbung immer weniger Menschen erreicht werden können, suchen Unternehmen nach neuen Werbemöglichkeiten für ihre Waren und Dienstleistungen. Da gerade junge Menschen Informationen und Unterhaltung zunehmend ausschließlich über das Internet suchen und konsumieren, konzentrieren sich Marketing-Experten in Sachen Werbung vermehrt auf soziale Netzwerke. Für Werbung auf sozialen Netzwerken sind insbesondere sogenannte Influencer von großer Bedeutung. Ursprünglich handelte es sich bei solchen Personen um normale Nutzer sozialer Netzwerke, die einfach sich oder ihre Fähigkeiten und Hobbies präsentierten. In manchen Fällen waren die Profile so interessant, dass manche der Nutzer eine große Zahl von Followern generieren konnten. Diese verfolgen die Profile und Posts der Influencer und lassen sich auch beeinflussen, wodurch der Influencer seinen Namen erhalten hat.

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Irreführung durch Gütesiegel

Die Verwendung eines Gütesiegels ist irreführend, wenn dabei Bewertungen von unterschiedlichen Verkaufsplattformen zusammengeführt werden. Das hat das Landgericht Köln entschieden (LG Köln Urteil vom 01.08.2017, Az.: 33 O 159/16). Hintergrund der Entscheidung ist der Streit zwischen 2 Verkäufern von Druckerzubehör. Einer der beiden hatte in seinem Onlineshop mit einem Gütesiegel der Firma „ausgezeichnet.org“ geworben. Durch das Siegel sollte nachgewiesen werden, dass der Onlineshop von Kunden mit der Note „SEHR GUT“ bewertet wurde. Insgesamt sollen 31.819 Kunden eine durchschnittlich Bewertung von 4,94 von 5,00 möglichen Punkten abgegeben haben. Tatsächlich aber hatten nur 27 Kunden den Onlineshop bewertet. Die übrigen Bewertungen bezogen sich auf andere Verkaufsplattformen, auf denen der Verkäufer tätig war (eBay oder Amazon).

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„Freunde-finden-Funktion“ auf Facebook ist unzulässig

Der Bundesgerichtshof hat die „Freunde-finden-Funktion“ des Sozialen Netzwerks Facebook für wettbewerbswidrig und damit unzulässig erklärt. Das Gericht geht davon aus, dass die Funktion bzw. die aufgrund der Funktion versandte E-Mail eine unzumutbare Belästigung für die angeschriebenen Personen darstellt und damit gegen § 7 UWG verstößt.

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Arbeitgeber haftet für wettbewerbswidrige Werbung des Arbeitnehmers auf dessen privater Facebook-Seite

27. August 2015 Schlagwörter: , ,

Arbeitgeber haften bei wettbewerbswidriger Werbung ihrer Arbeitnehmer – auch wenn dies über die private Facebook-Seite ohne Kenntnis des Arbeitgebers geschieht. Dies hat das Landgericht Freiburg am 04.11.2013 entschieden (LG Freiburg Urteil vom 04.11.2013, Az.: 12 O 83/13). Ein bei einem Autohaus angestellter Verkäufer hatte auf seiner privaten Facebook-Seite für eine Verkaufsaktion seines Arbeitgebers geworben. Er hatte es jedoch versäumt, eine Reihe gesetzlicher Pflichtangaben hinzuzufügen (Impressum, offizieller Kraftstoffverbrauch des beworbenen Fahrzeugs in l/100 km bzw. kg/1OO km, spezifische C02-Emissionen).

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