WhatsApp


Drohende Abmahnwelle für WhatsApp-Nutzer?

Vor kurzem hat das Amtsgericht Bad Hersfeld eine Entscheidung mit der Feststellung veröffentlicht, dass WhatsApp-Nutzer wegen der nicht autorisierten Weitergabe von Kontaktdaten aus dem Telefonbuch ihres Smartphones an WhatsApp abgemahnt werden können (AG Bad Hersfeld Beschluss vom 15.05.2017, Az.: F 120/17 EASO). Hintergrund der Entscheidung war ein Streit zwischen getrennt lebenden Eltern über die Smartphone-Nutzung ihres 11-jährigen Sohnes. Damit dieser weiterhin sein Smartphone mit dem Dienst WhatsApp nutzen darf, muss die Mutter aufgrund des Beschlusses nun von jedem Kontakt aus dem Telefonbuch des Sohnes eine Zustimmungserklärung vorlegen. Die betroffenen Personen müssen sich damit einverstanden erklären, dass der Sohn ihre Daten an WhatsApp weitergibt.

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Hohe Geldbuße gegen Facebook

20. Juni 2017 Schlagwörter: , , , ,

Die EU-Kommission hat nach Abschluss eines Ermittlungsverfahrens gegen Facebook eine Geldbuße in Höhe von 110 Millionen EUR wegen irreführender Angaben im Rahmen des Fusionskontrolle-Verfahrens bei der Übernahme von WhatsApp verhängt. Die Fusionskontrolle der EU dient dazu, vor dem Zusammenschluss einzelner Unternehmen zu prüfen, welche Auswirkungen der Zusammenschluss auf den Binnenmarkt haben könnte. Würde eine solche Prüfung nicht stattfinden, könnten sich regelmäßig marktführende Unternehmen zusammenschließen und Monopole bilden. Das wiederum hätte in der Regel für den Markt nachteilige Folgen, da Preise diktiert werden, Innovation ausbleiben und Verbraucherschutz zu kurz kommen könnten.

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Erneute datenschutzrechtliche Bedenken bei WhatsApp

19. Oktober 2016 Schlagwörter: , , ,

Schon in der Vergangenheit wurde der Nachrichtendienst WhatsApp immer wieder wegen Verstößen gegen Datenschutzrecht kritisiert. Nachdem das Unternehmen vor einiger Zeit die sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung eingeführt und dadurch für eine erhöhte Sicherheit bei der Übermittlung von Nachrichten gesorgt hatte, muss es sich nun mit neuen Problemen auseinandersetzen. Nach der Übernahme durch den Internetriesen Facebook im Jahr 2014 hatte dieser nämlich angekündigt, die Plattform und den Nachrichtendienst weiter zu verknüpfen.

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WhatsApp als Mittel zur Straftat

15. März 2016 Schlagwörter: ,

Das Oberlandesgericht Hamm hat einen 55-jährigen Mann wegen sexuellen Missbrauchs durch Kommunikationstechnologie zu einer Freiheitsstrafe von 9 Monaten verurteilt. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt (OLG Hamm Urteil vom 14.01.2016, Az.: 4 RVs 144/15). Der Verurteilte hatte mit der 9-jährigen Tochter einer Bekannten Kontakt über den Nachrichtendienst WhatsApp. Er fragte das Mädchen mehrmals nach dessen Übernachtungen bei ihrem „Freund“ und wollte wissen, ob das Mädchen eine „Freundin für ihn habe“. Diese müsse auch „nicht erwachsen“ sein. Außerdem schlug der Mann ein Treffen mit dem Mädchen, dessen Freund und Freundin vor.

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